Dokumentation
Manuel Rumpf
Manuel Rumpf, geboren 1987 in München, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt. Nach einer Ausbildung im Bereich Kommunikationsdesign (2006–2009) studierte er von 2007 bis 2014 an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 2013 als Meisterschüler ausgezeichnet wurde. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er 2020 den Förderpreis der Darmstädter Sezession sowie 2023 den Förderpreis des Kunstvereins Rosenheim.
Jonas Maria Ried
Jonas Maria Ried, geboren 1989 in München, ist ein Video-Performer und Bildhauer. Seine aufwändigen Videoprojekte kann man als den humorvollen und verzweifelten Versuch verstehen, Natur zu re-inszenieren. In heimatlichen Landschaften führt er die tragikomische Beziehungsgeschichte von Mensch und Natur auf und nimmt seinen Körper, seine Geschlechterrolle und seinen biographischen Hintergrund mit hinein. Niemals aufdringlich, immer konsequent hinterfragt er eingeübtes Sehen und Gemeinplätze. Er ist gelernter Holzbildhauer und studierte an der Staatlichen Akademie der Bildende Künste Stuttgart ab. Er wurde u.a. mit dem Kunstpreis des Bezirks Schwaben.
Lukas Pürmayr
Lukas Pürmayr, geboren 1994 in Tirol, ist ein bildender Künstler mit Fokus auf Fotografie, Installation und interdisziplinäre Projekte. Er studierte Soziologie und Philosophie an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Freie Kunst in der Klasse von Prof. Heike Baranowsky, die ihn als Meisterschüler auszeichnete, an AdBK Nürnberg. Pürmayrs Arbeiten wurden regional sowie international ausgestellt und thematisieren gesellschaftliche Dynamiken, Erinnerung und Identität mit einem poetisch-konzeptuellen Ansatz, der zwischen Bild und Raum vermittelt. Er lebt und arbeitet in Nürnberg.
Judith Neunhäuserer
Judith Neunhäuserer, geboren 1990 im italienischen Bruneck, lebt und arbeitet in München, Südtirol und Mailand. Sie studierte Freie Kunst, Bildhauerei, Religions- und Kulturwissenschaften in München und Istanbul. Expeditionen führten sie in die Antarktis, mit dem Segelschiff nach Svalbard und über den Atlantik, zum spanischen Untergrundlabor LSC Canfranc und in Archive in Cambridge und London. Sie nutzt verschiedene Medien und Materialien, wie Zeichnung, Video und -installation, Installationen aus Bronze, Glas und Stein, Performance und Text. Für ihre Arbeit erhielt sie Stipendien und Preise, u.a. den Debütantinnenpreis der Gedok München und den Premio EARTH des Eataly Art House, Verona.
Anja Lekavski
Anja Lekavski geboren 1991 in Derventa (Bosnien und Herzegowina), studiert Freie Kunst in der Klasse Emergent Digital Media bei Prof. Hito Steyerl und Prof. Francis Hunger an der Akademie der Bildenden Künste München. Als Freelance Art Director verantwortet sie unter anderem das visuelle Konzept des Blitz Clubs und der Lothringer 13 Halle. Anja Lekavski organisiert Musik-Events, co-kuratierte die 6. Ausgabe des 20seconds Magazines und führt eine monatliche Radioshow namens Znoj FM auf Radio 80000.
An Laphan
An Laphan, geboren 1990, lebt und arbeitet in München. Seine Arbeiten erkunden Rituale der Bewältigung, die von dekolonisierter Identität, Migrant Body Horror und nachhaltigen Erinnerungen des Traumas handeln. Sie beleuchten beklemmende Eigenperspektiven auf tieferliegende Dysfunktion von scheinbar intakten gesellschaftlichen Abläufen, beeinflusst durch das Aufgewachsen in einer bayerischen Kleinstadt. Er studierte Medienkunst an der AdBK München und erhielt bisher Auszeichnungen wie das KUNSTFONDS Stipendium, Junge Kunst und neue Wege des Freistaat Bayern, des Goethe-Institut Villa Kamogawa und das USA-Stipendium.
Constanza Camila Kramer Garfias
Constanza Camila Kramer Garfias, geboren in Viña del Mar, ist eine in München lebende Künstlerin mit chilenischem Hintergrund. Sie arbeitet mit textilen Techniken wie Weberei und Stickerei und beschäftigt sich mit den formalen Möglichkeiten des Mediums ebenso wie mit dessen erzählerischem Potenzial. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen postkolonialen Fragestellungen, digitaler Bildkultur und medialen Übersetzungen und wurden bereits international ausgestellt, u.a. auf der ART BASEL Miami Beach, im Arts and Design Museum Toyama (Japan) und der Galerie Kendra Jayne Patrick (Schweiz).
Eunju Hong
Eunju Hong, geboren 1993 in Seoul, absolvierte ihren Bachelor an der Korea National University of Arts in Seoul und studierte im Rahmen von Austauschprogrammen in Paris sowie in Karlsruhe. 2023 schloss sie ihr Studium an der AdBK München in der Klasse von Julian Rosefeldt als Meisterschülerin ab. Von 2020 bis 2022 war sie DAAD-Stipendiatin. Sie erhielt den Medienkunstpreis der Stiftung Ingvild und Stephan Goetz sowie den Bayerischen Kunstförderpreis. Sie nahm an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie an Residencies in Europa und Asien teil, u.a. am Goethe-Institut Paris, im Museum of Contemporary Art Busan und im Künstlerhaus Bethanien Berlin.
Claudia Holzinger
Claudia Holzinger studierte Visuelle Kommunikation, Grafikdesign und Fotografie an der AdBK Nürnberg und der Universität für angewandte Kunst Wien. Zuvor arbeitete sie als Fernsehredakteurin in München. Sie erhielt Auszeichnungen wie das USA-Stipendium des Freistaats und den Kunstförderpreis für „Künstler:innen als Kurator:innen“ und war nominiert u.a. für den den German Design Award Newcomer. Ihre Arbeit ist oft kollaborativ, so bildet sie mit Sophia Süßmilch das Duo Süßholz, mit Lilly Urbat das Duo HOLZINGERurbat und ist Teil des Fotografinnen*kollektivs Femxphotographers.org. Sie ist Universitätsassistentin für Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien an der Angewandten Wien.
Tanja Hamester
Tanja Hamester schloss ihr Kunststudium an der AdBK München ab und erwarb einen M.A. in Germanistik an der LMU München. Ihre bildhauerische Praxis basiert auf Recherchen, die auf Strategien der Kartographie, Archivierung und kritischen sozialen Praxis zurückgreifen. Das Aufdecken, De- und Rekonstruieren von Machtstrukturen sowie das Konzept des (Ver-) Lernens sind wichtig für ihre Arbeit. In ihren performativen Installationen verbindet Hamster die Theorie des Abdrucks und die Performativität der Spur.
Nikolai Gümbel
Nikolai Gümbel, geboren 1995 in Frankfurt am Main, ist ein in München lebender und arbeitender Künstler. Seine Praxis umfasst künstlerische Recherche, Installationen, Video- und Fotoarbeiten, sowie Zeichnungen und konzeptuelle Objekte. Gümbels Arbeiten sind derzeit in Ausstellungen bei Fuocherello in Turin, im ZIRKA Aquarium in München und Platform München zu sehen. 2025/2026 ist er Stipendiat des Bayrischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Forschung an der Cité des Arts Internationale in Paris.
Yuchu Gao
Yuchu Gao, geboren 1993 in China, studierte Malerei am Wimbledon College of Arts, University of the Arts London, und Bildhauerei an der AdBK in München. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Zeichnung als Kommunikationsform, die der Schrift vorausgeht, als Erkundungsinstrument für die Neuskalierung thematischer Bilder und speziell als Ort der Begegnung von Sein und Werden. In den letzten Jahren hat sie sich auf räumliche Zeichenexperimente konzentriert, bei denen die wechselnde Geschwindigkeit und Dichte ihrer Gesten über den Rand des Papiers hinausgeht und den Betrachter mit unkonventionellen Denk- und Tastfeldern einhüllt.
Leonie Felle
Leonie Felle, geboren 1979 in Lindenberg im Allgäu, lebt und arbeitet in Rott am Inn. Nach einer Ausbildung zur Fotodesignerin an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign in München studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Olaf Metzel, wo sie Meisterschülerin war und 2011 ihr Diplom erhielt. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Kunstpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste für ihr Singspiel PREKÄROTOPIA sowie einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn.
Paula Dischinger
Paula Dischinger ist Künstlerin mit Sitz in Regensburg, Berlin und London. Nach ihrer Zeit als Expressive-Arts-Lehrerin in Malawi absolvierte studierte sie Modedesign am Institut Français de la Mode in Paris und Performance Art: Society an der Central Saint Martins University in London. Ihre berufliche Laufbahn führte sie u.a. nach Tokio und New York. Paulas Arbeit erforscht die Kopplung zwischen Hand und Gehirn sowie die Dynamiken zwischen Individuum und Gemeinschaft. Ein zentraler Fokus liegt auf dem öffentlichen Raum. Ihre praktische Arbeit fußt auf Haptik, Präsenz und sozial motivierten Erkundungen.
Klaus Maria Dietl
Klaus Erika Dietl ist ein transdisziplinärer Künstler, Performer und Filmemacher. Er studierte Malerei und Kunsttheorie an der Akademie der Bildenden Künste, München. Gemeinsam mit Stephanie Müller gründete er 2009 den MEDIENDIENST LEISTUNGSHÖLLE. Seitdem hat sich der MEDIENDIENST LEISTUNGSHÖLLE zu einer Keimzelle für internationale Kunstkollaborationen und Projekte entwickelt.
Pierre-Yves Delannoy
Pierre-Yves Delannoy, geboren 1995 im französischen Châlons-sur-Marne, studierte Architektur, Bildende Kunst und Performance an der École nationale supérieure d'architecture de Versailles, der TU München, der ENSA Paris-Cergy und der KASK – School of Arts Gent. Delannoy schloss 2025 sein Studium an der AdBK München mit dem Preis der Erwin und Gisela Steiner-Stiftung ab. Er nahm an Gruppenausstellungen in der Lothringer13, den Kunstarkaden in München, Het Paviljoen in Gent, dem Bonner Kunstverein, der Kunsthalle Trier, dem International DANCE Festival München, bei Karl & Faber in München und bei den Various Others Special 2024 teil.
Lu Cheng
Lu Cheng, geboren 1996 in Shanghai ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die an der Schnittstelle von Skulptur, Installation und Raumforschung arbeitet. Nach einem Studium des Industriedesigns an der Kunstakademie China (2014–2016) studierte sie seit 2018 Grafik in der Klasse von Peter Kogler an der Akademie der Bildenden Künste München. In ihrer Praxis untersucht Lu Cheng biomorphe Formen, prozessuale Entwicklungen und das Verhältnis zwischen organischen und konstruierten Strukturen. Ihre keramischen und metallischen Installationen wachsen dynamisch in den Raum und thematisieren Fragilität, Widerstandskraft und Transformation.
Katrin Bertram
Katrin Bertram schloss 2015 ihr Studium als Meisterschülerin an der AdBK München ab. Zuvor absolvierte sie ein Gaststudium an der Universität der Künste Berlin sowie ein Bachelorstudium in Internationaler Betriebswirtschaftslehre an der London South Bank University Business School. Ihre Arbeiten wurden international in renommierten Institutionen gezeigt wie der Royal Scottish Academy in Edinburgh, Haus der Kunst München und dem Los Angeles Center for Digital Art. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, u.a. Stipendien der Stiftung Kunstfonds, der Stiftung Stark für Gegenwartskunst und der Prinzregent Luitpold Stiftung.
Julie Batteux
Julie Batteux, geboren 1996 in Aachen, studierte an der AdBK Nürnberg und an der Universität für angewandte Kunst in Wien Freie Malerei und Fotografie. Ihr Projekt Spiegelschatten wurde mit dem Absolvent:innenpreis der AdBK Nürnberg ausgezeichnet. Sie zeigte ihre Einzelausstellung Leibeigen im Kunstverein Kohlenhof sowie im Safer Space im Kunstmuseum Heidenheim und nahm an Gruppenausstellungen teil, u.a. im Kunstpavillon München, Kunstmuseum Erlangen und in der Galerie für Künstler*innen München. Ihre Fotografien wurden in Magazinen wie Der Greif und Numéro Berlin und veröffentlicht. Sie war kuratorische Assistentin im Kunstverein Nürnberg und Dozentin für Aktzeichnen an der AdBK Nürnberg.
Simona Andrioletti
Simona Andriolettis studierte Bildende Kunst an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand, an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Lyon und an der AdBK München fort. Ihre Abschlussausstellung wurde mit dem Preis der Akademie aus den Stipendienfonds ausgezeichnet. Andriolettis Installationen untersuchen Dynamiken von sozialpolitischem Aktivismus, systemischer Gewalt und psychologischen Abwehrmechanismen. Ihre Arbeit reflektiert die Benachteiligungen von Minderheiten und Momente der Solidarität marginalisierter Gemeinschaften. Ihre Arbeiten wurden u.a. in der Kunsthalle Mannheim, der Villa Stuck in München und dem MACRO in Rom ausgestellt.