Dokumentation
Younsik Kim
Atelierpreis
Younsik Kim (*1992 in Seoul) lebt in München. Er studierte an der AdBK München als Meisterschüler von Alexandra Bircken. Er setzt sich kritisch mit der zunehmenden Digitalisierung von Skulpturen auseinander und beobachtet die damit einhergehende Verschiebung der Hegemonie zwischen dem digitalen Bild und der physischen Skulptur. Durch die Kombination von harten, semi-permanenten Materialien wie Keramik und Metall mit mechanischen Bewegungsabläufen stellt er sich dem „physischen Tod der Skulptur“ und beweist die fortwährende Relevanz ihrer Materialität.
Justin Urbach
Atelierpreis
Justin Urbach (*1995) ist Medienkünstler in München. In seiner Praxis untersucht er das Verhältnis von menschlicher und maschineller Wahrnehmung – mit Fokus auf die Kamera als räumlichen Agenten, die Materialität digitaler Infrastruktur und die Grenzen von Bildgebungsverfahren. Er arbeitet in Video-Installation, XR und immersiven Systemen, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen u.a. am Robotic Interactive Perception Lab der TU Berlin. Er studierte an der AdBK München bei Julian Rosefeldt und wird von der Galerie max goelitz vertreten.
Esther Zahel
Atelierpreis
Esther Zahel (*1988 in Hanau) studierte Mathematik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie Freie Kunst an der AdBK München und war Meisterschülerin von Gregor Hildebrandt. Zahel entwickelt begehbare Malerei, in der räumliche Systeme entstehen, die Zuhause nicht als gegebenen Ort fassen, sondern als fragile, sich verändernde Konstruktion erfahrbar machen. Aus sprachlichen Fragmenten, Zeichnung und Malerei entstehen Räume mit einer eigenen inneren Logik, in denen Erinnerung, Wahrnehmung und Gegenwart aufeinander treffen.
Maria VMier
Atelierpreis
Maria VMier (*1985, Passau) lebt und arbeitet in New York und München. Sie studierte Malerei und Bildhauerei am Bard College, an der AdBK München und an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Im Mittelpunkt von VMier’s multidisziplinärer Praxis steht eine Malerei, die sich aus schreibenden Bewegungen, aus eigenwilliger und vielfältiger Strichführung zu komplexen Formationen entwickelt, die ständig in Bewegung zu sein scheinen. Für VMier ist Malerei weniger ein Ort der Verdinglichung oder des Ausdrucks, sondern eine Praxis der Forschung, Erfahrung und des (Ver) Lernens.
Stefanie Unruh
Atelierpreis
Stefanie Unruh studierte an der AdBK München und an der School of Visual Arts in New York. Sie lebt und arbeitet in München. In ihren künstlerischen Arbeiten beschäftigt sie sich in Skulpturen, Videos, Fotografien und Installationen mit der Frage nach Identität, mit Spuren und Erinnerung, mit Dokumentation und Fiktion. Ihre jüngsten Projekte wurden u.a. hier gezeigt: Museum Europäischer Kulturen, Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin, Bòlit Centre d'Art Contemporani Girona, Neues Museum Nürnberg, Große Kunstschau Worpswede und Haus der Kunst München.
Jianling Zhang
Atelierpreis
Nach dem Master in Curatorial Studies an der China Academy of Art setzte Jianling Zhang ihr Studium im Bereich Digitale und Zeitbasierte Medien an der AdBK München fort. Derzeit lebt und arbeitet sie in München. In ihrer künstlerischen und kuratorischen Praxis verknüpft sie die Polyphonie und den Monolog belebter sowie unbelebter Existenzen miteinander. Durch narrative Experimente versucht sie, generative Orte zu schaffen, die von Unbestimmtheit und einem spielerischen Geist durchzogen sind.
Nicola Kötterl
Atelierpreis
Nicola Kötterl studierte zeitgenössischen Tanz und Choreografie in Berlin und Amsterdam sowie Bildende Kunst an der AdBK München. Ihre Praxis verbindet choreografische und installative Arbeitsweisen mit Video und Performance. Sie untersucht, wie Körperbilder konstruiert, verkörpert und reproduziert werden, und nutzt Choreografie als analytisches Werkzeug, um deren soziale, historische und politische Bedeutungen zu befragen.
Abir Kobeissi
Atelierpreis
Ich bin Abir Kobeissi, eine libanesische multidisziplinäre Künstlerin mit einem Hintergrund in Innenarchitektur. Ich schloss 2011 mein Studium am Institute of Fine Arts and Architecture der Libanesischen Universität ab und absolvierte 2024 mein Studium an der AdBK München. In meiner künstlerischen Praxis untersuche ich, wie Wert, Autorschaft und Macht innerhalb soziopolitischer und ökonomischer Systeme konstruiert werden. Geboren und aufgewachsen in Beirut, ist meine Arbeit von den Krisen des Libanon geprägt, was die Wahl der Themen, Materialien und Medien beeinflusst.
Katrin Bittl
Atelierpreis
Katrin Bittl studierte an der AdBK München. In Malerei und Videoperformances dekonstruiert sie Körper- und Handlungsnormen und wirft im Zusammenspiel von Körper, Maschine und Natur, Fragen über Fürsorge und Produktivität auf. Ihre Videos wurden u.a. im HAU Hebbel am Ufer in Berlin, Vivo Kanada sowie dem Loop City Screen Festival in Barcelona gezeigt. Für ihre Arbeit erhielt sie den Diplompreis des Akademievereins, das Stipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München und das PIK Mentoring Programm für disabled leadership von der Kulturstiftung des Bundes.
Sandra Bejarano
Atelierpreis
Sandra Bejarano (*1991 in Madrid) ist eine spanische Künstlerin, die in München lebt und arbeitet. Ihr künstlerisches Schaffen konzentriert sich auf Performance und Installation. Sie studierte Bildende Kunst an der UCM Madrid und Bildhauerei an der AdBK München bei Prof. Olaf Metzel. 2018 erhielt sie den Kulturpreis Bayern. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Spanien gezeigt. Der BR widmete ihr einen Dokumentarfilm. 2026 nimmt sie an der Residenz DOM Art Residence in Venedig im Rahmen der Biennale teil.
Stefanie Zoche
Die Installationskünstlerin Stefanie Zoche, geboren 1965, lebt und arbeitet in München. Sie studierte an der École des Beaux-Arts in Perpignan und an der Middlesex University, London, wo sie 1990 ihr Diplom in Fine Arts erhielt. Von 1998 bis 2014 arbeitete sie mit der bildenden Künstlerin Sabine Haubitz (1959–2014) unter dem Namen Haubitz + Zoche zusammen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert wie u.a. der Pinakothek der Moderne München, der Havanna Biennale, Kuba und im Centre George Pompidou, Paris.
Julia Walk
Julia Walk ist eine multimediale Künstlerin aus München. Sie studierte an der AdBK München ab. Sie beschäftigt sich mit Körper, Gender und Popkultur. Aus dem Hinterfragen von gesellschaftlich konstruierten Körpernormen ergeben sich Installationen, Performances und Objekte. Ihre Ästhetik ist bunt, ein artifizielles Finish kontrastiert die körperlich-organischen Flächen. Die Arbeiten sind humorvoll, was dem feministischen Diskurs Leichtigkeit verleiht. Sie erhielt den Publikumspreis PERSPEKTIVEN, Förderpreis für junge Kunst des Kunstclub13 e.V. in Koop. mit PLATTFORM und stellte u.a. in der Galerie Britta Rettberg, Espace Louis Vuitton und dem Österreichischen Skulpturenpark aus.
Tatjana Vall
Tatjana Vall, geboren 1994 in Serbien, schafft in ihren Arbeiten künstliche Ökosysteme, die Wahrnehmung und Präsenz reflektieren. Ihre Arbeiten wurden u.a. in der ERES Stiftung, in der Kunsthalle Recklinghausen und in mehreren Off-Spaces im Ausland gezeigt. Sie hat ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste München 2024 als Meisterschülerin von Pamela Rosenkranz abgeschlossen. Vall erhielt mehrere Auszeichnungen und wird seit 2025 von der Galerie BRITTA RETTBERG vertreten.
Janina Totzauer
Janina Totzauer ist Medienkünstlerin. Ihr Studium der digitalen und zeitbasierten Medien an der AdBK München, in Südafrika und Mexiko-Stadt nährte ihr Interesse für Rituale weltweit. Seit ihrem Aufenthalt in Südafrika führte sie ihre Recherche der menschlichen Rituale weg vom Erforschen der Unterschiede, hin zum Verstehen der Gemeinsamkeiten im Ritualgebrauch der Kulturen unseres Planeten. Ihr Arbeit ist beeinflusst durch sechs Jahre in Mosambik, wo sie die Keramik zu ihren Medien hinzufügte. Seit 2018 ist sie Co-Direktorin der AlmResidency, einer Artist Residency in Bayerns Voralpen. 2020 gründete sie den Studio-Offspace ArtLabTofo in Praia do Tofo.
Milen Till
Milen Till, geboren 1984 in München, ist ein deutsch-französischer Künstler, der in München lebt und arbeitet. Gemeinsam mit seinem Bruder Amédée bildete er das DJ-Duo Kill the Tills, bevor er 2016 zur Bildenden Kunst wechselte. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Gregor Hildebrandt. Er nahm an zahlreichen Solo- und Gruppenausstellungen teil, u.a. in der Galerie Crone in Wien und Berlin, der Baumwollspinnerei Leipzig und der Galerie Suzanne Tarasieve in Paris. Tills erstes Buch „Till Now“ wurde im Juni 2023 vom Hatje Cantz Verlag veröffentlicht.
Ayaka Terajima
Ayaka Terajima, geboren 1987 in Aichi, ist eine japanische Künstlerin, die in München lebt und arbeitet. Sie studierte traditionelle und moderne Keramik an der Tokyo University of the Arts und bildende Kunst an der AdBK München. Sie schloss ihr Studium der Bildhauerei (Keramik und Glas) mit ihrer Diplomarbeit „Doki on the three days“ ab, die in die ständige Sammlung der Pinakothek der Moderne München aufgenommen wurde. Die Doki-Skulptur „Little nailed arms doki“ ist in der ständigen Sammlung des Grassi Museum in Leipzig. Für ihr Arbeit erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis und den von RheinEnergie gestifteten Keramikpreis von der Stiftung Keramion.
Alexander Steig
Alexander Steig, geboren 1968 in Hannover, ist Maler und Bildhauer. Er studierte Kulturpädagogik und Bildende Kunst in Hildesheim und Hannover. Sein konzeptioneller Schwerpunkt liegt auf ortsspezifischen Closed-Circuit-Videoinszenierungen. Seine Arbeiten untersuchen u.a. Mechanismen medialer Kontrolle und staatlicher Repressionsbemühungen und berühren dabei Bereiche der Erinnerungskultur, was er in über 150 Projekten im (halb-)öffentlichen Raum bewies. Er engagiert sich als Vorsitzender und Vorstandsmitglied u.a. beim BBK München Oberbayern, dem Kunstraum München und Art5. Steig lehrt Medienkultur an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar.
Sophie Schmidt
Sophie Schmidt, geboren 1986, lebt und arbeitet in München. Sie studierte Kunstpädagogik und Bildende Kunst in München und Wien. 2020 gründete sie zusammen mit Samuel Fischer-Glaser, Nikolai Gümbel und Angela Stiegler das Opernkollektiv DIVA und 2023 das pädagogische Format des Kollektivs, die Divenschule. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das USA-Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, das Taipei Residency Program, das Kunststipendium des Deutschen Studienzentrums in Venedig (2021), das Arbeitsstipendium A1 der Stiftung Kunstfonds und das Art Scholarship der Jan van Eyck Academie Maastricht.
Vincent Scheers
Vincent Scheers, geboren 1990 in Belgien, lebt und arbeitet in München. Seine Medien umfassen Malerei, Druckgrafik und Skulptur. Scheers studierte Druckgrafik und Bildende Kunst an der Königlichen Akademie von Antwerpen und der AdBK in München. Er nahm an internationalen Gruppenausstellungen teil und hatte Einzelausstellungen u.a. in Brüssel, Antwerpen und Kopenhagen. 2024 wurde er mit dem renommierten ars viva-Preis ausgezeichnet, der vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. an herausragende junge Künstler vergeben wird. Der Preis ist mit Ausstellungen in der Kunsthalle Bremen, im Haus der Kunst in München und einem Aufenthalt auf Fogo Island verbunden.
Boris Saccone
Boris Saccone, geboren 1991 in Schongau, studierte Malerei an der AdBK München bei Prof. Gregor Hildebrandt, dessen Meisterschüler er war. Für seine künstlerische Arbeit wurde Saccone mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für bildende Kunst sowie einem Stipendium der Künstlerförderung des Cusanuswerks. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, wie in der Alten Baumwollspinnerei Leipzig, der Galerie Choi&Choi in Seoul und im Haus am Lützowplatz, Berlin. 2023 präsentierte er seine Einzelausstellungen „FLÜGEL“ in München und „DAVOS DYNAMO“ in der Galerie Jo van de Loo.