Das Mobile Atelier in Herzogenaurach

Das Mobile Atelier startet 2026 mit einem besonderen Meilenstein: Vom 15. April bis 23. Mai 2026 macht Das Mobile Atelier Halt in in Herzogenaurach Station. Damit ist das Mobile Atelier zum ersten Mal in Mittelfranken zu Gast und besucht zugleich den letzten bislang noch fehlenden Regierungsbezirk Bayerns. Der Standort markiert somit nicht nur den Auftakt des Jahres 2026, sondern auch einen weiteren wichtigen Schritt in der landesweiten Ausrichtung des Projekts.

Das Mobile Atelier steht auch weiterhin für zeitgenössische künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum, für Sichtbarkeit, Austausch und regionale Verankerung. Jeder Standort wird bewusst im Dialog mit dem jeweiligen Ort entwickelt. Für Herzogenaurach bedeutet das: Die Geschichte Herzogenaurachs – vom Tuchmachergewerbe über die Schuhproduktion bis hin zur international geprägten Sportartikelindustrie – eröffnet vielfältige thematische Anknüpfungspunkte, etwa zu Material, Bewegung, Arbeit, Körper oder Identität. Gerade diese thematische Verknüpfung zwischen Standort und Kunst ist ein wesentliches Merkmal des Mobilen Ateliers: Künstler:innen erhalten einen inhaltlichen Rahmen, der Orientierung bietet, zugleich aber Raum lässt für individuelle Ideen, Arbeitsweisen und Fragestellungen.

Als Atelier dient ein leerstehendes Ladenlokal direkt im Herzen der charmanten Altstadt von Herzogenaurach. Große Fenster, viel Platz und einen hellen Raum machen das Ladenlokal zum idealen Atelier und eigene sich gleichzeitig hervorragend als Treffpunkt für die Bevölkerung. Damit setzt der BBK Bayern bewusst auf Zugänglichkeit und Begegnung: Kunst entsteht sichtbar, im Austausch mit der Stadtgesellschaft.

Mit dem Start in Herzogenaurach unterstreicht das Mobile Atelier des BBK Bayern erneut seinen Anspruch, zeitgenössische Kunst dorthin zu bringen, wo Menschen leben.

 
 

Andrea Ziegler

Andrea Ziegler setzt in Herzogenaurach ihr künstlerisches Projekt „Maps in Progress“ als Teil ihrer künstlerischen Ortsforschungen zusammen mit Besucher:innen, Jugendlichen und Schüler:innen aus Herzogenaurach um. Die Künstlerin wurde in Weiden i.d.OPf. geboren, studierte an der HAW Hamburg und arbeitet seit 2020 als bildende Künstlerin. Das Aufwachsen direkt an der tschechischen Grenze prägte ihre künstlerische Haltung: Fragen nach Grenzen und Globalisierung, Zugehörigkeit und Identität bilden einen wiederkehrenden Ausgangspunkt. Seit 2009 arbeitet sie ausschließlich textil und nutzt die Nähmaschine als Zeicheninstrument. Freihändiges Sticken auf Stoff macht Vorder- und Rückseite gleichermaßen sichtbar, jede Arbeit ist automatisch zweiseitig angelegt und eröffnet so mindestens eine zweite Perspektive.

Ein Schwerpunkt liegt auf künstlerischen Ortsforschungen. Sie erkundet Orte durch Gespräche und Beobachtungen. Daraus entstehen subjektive Kartographien, genähte Bewegungsprofile und textile Pläne, die gesellschaftliche Dynamiken im Kleinen sichtbar machen und fragen, wie Menschen sich im öffentlichen Raum und in ihrem Umfeld verorten und sich als aktive Beteiligte verstehen. Sie entwickelt Serien, performative Formate und digital-analoge Experimente, die sich mit Wahrnehmung, Manipulation und dem brüchigen Vertrauen in Wirklichkeit im Spannungsfeld menschlicher Arbeit und neuer Technologien beschäftigen. Alle Arbeiten verbindet eine gesellschaftliche Dimension: Sie verstehen Kunst als Kommunikationsraum und als Möglichkeit, sich in einer komplexen, fragilen Gegenwart zu orientieren. Die Projekte sind so angelegt, dass sie Diskussionsraum und Austausch ermöglichen und unterschiedliche Zugänge eröffnen.

 

Standort des Ateliers

Marktplatz 3

91074 Herzogenaurach

Öffnungszeiten Atelierbesuch

Mittwochs 10.00 bis 14.00 Uhr

Donnerstags 17.00 bis 20.00 Uhr

Samstags 10.00 bis 13.00 Uhr

Finissage

Freitag, 22. Mai

(Details werden zeitnah bekannt gegeben)

Zurück
Zurück

Das Mobile Atelier bei KUKUK in der Holzmühle

Weiter
Weiter

Publikationen