Patrik Thomas
Atelierpreis
Patrik Thomas ist Filmemacher und Medienkünstler. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Dokumentarfilm, expanded cinema und partizipativen Filmpraktiken im öffentlichen Raum. Wiederkehrend sind Fragen nach kulturellem Widerstand, kollektiver Autorschaft und den Bedingungen, unter denen Menschen sich Bilder und Geschichten aneignen. Er studierte an der AdBK München bei Olaf Nicolai, Julian Rosefeldt und Klaus vom Bruch und war Meisterschüler bei Clemens von Wedemeyer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Beschreibe dein Atelier in drei Wörtern!
Prototypen-Werkstatt, Schnittraum, Chaos.
Was bedeutet dein Atelier für dich?
Mein Atelier ist mein eigener kleiner Makerspace, eine Prototypen-Werkstatt, ein Raum des Rückzugs, wo ich Projekte wie Ciné Vélo Cité entwickeln und durchprobieren kann, wo Filme entstehen und Ideen reifen.
Alle Wünsche erfüllt: Wie sähe dein ideales Atelier aus?
Ich würde hier gar nicht nur an mich denken, sondern aktiv die Forderung aufstellen, dass mehr Atelierplätze in der Stadt geschaffen werden müssen. Nun fällt die Zwischennutzung Fatcat wieder weg. Weitere Atelierplätze sind bedroht. Die Mieten im Kreativquartier wurden mitunter massiv erhöht. Was ist mit dem alten Justizzentrum an der Nymphenburger? Die Landesregierung sollte alles daran setzen, dieses zu einem Ort der Soziokultur u.a. mit Atelierflächen zu entwickeln. Hier sei auf die Initiative Abbrechen Abbrechen verwiesen. Das ideale Atelier wäre also eines, das existiert. Für viele und vor allen Dingen langfristig!
Was macht für dich der ideale Ort zum Kreativsein aus?
Die Freiheit, das zu tun, was man in der restlichen Stadt nicht tun kann. Laut, chaotisch, unangepasst, ein richtiger Freiraum halt, an dem es so wenig Regeln wie gerade nur nötig gibt.
Was machst du als erstes, wenn du in dein Atelier kommst?
Die Kaffeemaschine an…
TAIWASTE, 2020, Filmstill. Foto: Patrik Thomas.