Lena Keller
Atelierpreis
Lena Keller beschäftigt sich in ihrer Malerei mit Landschaft als Wahrnehmungsmodell im Kontext von Natur und Gesellschaft. Sie studierte an der AdBK München und schloss 2022 als Meisterschülerin ab. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet und u.a. in der Pinakothek der Moderne München, dem Museum Fürstenfeldbruck sowie in Galerie-Einzelausstellungen in München, Berlin, Paris und New York ausgestellt. Werke von Lena Keller befinden sich in der Staatlichen Graphischen Sammlung München und in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages.
Was bedeutet dein Atelier für dich?
Es trennt mich vom Alltag und ermöglicht Konzentration. Ich kann den Arbeiten Raum geben, sie aus verschiedenen Perspektiven oder mit Distanz ansehen und miteinander in Beziehung bringen.
Ohne was könntest du in deinem Atelier nicht arbeiten?
Licht, Wärme und Coke Zero.
Welche Atmosphäre magst du in deinem Atelier?
Die Atmosphäre im Atelier wechselt im Verlauf der Arbeit. Nach chaotischen Phasen des Sammelns und Verwerfens räume ich pedantisch auf und arbeite fokussiert. Manchmal brauche ich auch Ablenkung, um wieder Distanz zwischen mich und die Werke zu bringen.
Was oder wen möchtest du mit deiner Kunst erreichen?
Mich interessiert, was Malerei heute noch kann. Im Vergleich mit technisch avancierten Medien zeigt Malerei neben dem Bild auch dessen Entstehung und fordert einen Blick, der nicht konsumiert, sondern verweilt. Sie eröffnet einen sinnlichen Raum eigener Ordnung. Den versuche ich weiterzuentwickeln.
Wo findest du Inspirationen für deine Kunst?
Inspiration ist für mich eine Haltung von gelassener Neugier. Ich finde sie oft zu unpassenden Gelegenheiten und an Orten, wo ich sie nicht vermute.
Was macht ein Kunstwerk deiner Meinung nach gut?
Kunst, die spürbar in ihrer Gegenwart verhaftet ist und gleichzeitig über zeitliche Grenzen hinweg etwas anregen und berühren kann, finde ich gut.
Incipit, 2024, 50x40cm. Foto: Lena Keller.