Ossian Fraser
Foto: Pablo Lauf.
Atelierpreis
Ossian Fraser (*1983 in Edinburgh, Schottland) studierte an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn und an der Kunsthochschule Weißensee Berlin, wo er 2014 als Meisterschüler bei Professor Albrecht Schäfer abschloss. Er ist Mitbegründer des Projektraums Salon am Moritzplatz, der den sozialen und kulturellen Austausch im Herzen Berlins fördert. Heute lebt und arbeitet er in München. 2024 gründete er dort das Atelier Auen.
Beschreibe dein Atelier in drei Wörtern!
Basecamp. Denkraum. Werkstatt.
Ohne was könntest du in deinem Atelier nicht arbeiten?
Der eigene Körper gehört für mich zu den wichtigsten Werkzeugen. Viele Arbeiten entstehen erst durch Bewegung, Ausdauer und körperliche Erfahrung. Genauso wichtig ist die Bereitschaft, sich auf das Unbekannte einzulassen.
Zu welchen Materialien, Gesten oder Gewohnheiten kehrst du zurück?
Staub, Wasser, Licht und architektonische Elemente kehren immer wieder zurück. Viele Arbeiten entstehen draußen und sind ohne den eigenen Körper gar nicht denkbar. Geometrische Formen, kleine Verschiebungen oder Spuren reichen oft aus, um einen Ort anders lesbar zu machen.
Wie beeinflusst das Künstler-Sein, wie du dich durch die Welt bewegst?
Ich glaube, ich habe mich schon immer wie ein Künstler durch die Welt bewegt. Ich musste nur irgendwann verstehen, dass es dafür tatsächlich einen Beruf gibt.
Wen hast du vor Augen, wenn du an die Menschen denkst, die deine Arbeit sehen oder erleben?
Möglichst alle. Mich interessiert weniger, wer vor einer Arbeit steht, sondern was sie für einen Moment auslöst. Ich mag den Gedanken, dass dieselbe Arbeit bei unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedliche Spuren hinterlässt.
The Subject of the Air, 2026. Foto: Ossian Fraser.