Planetary Intimacies
Portrait von Planetary Intimacies. Foto von Sebastian Boblist.
Atelierpreis
Planetary Intimacies ist gleichermaßen Künstlername wie künstlerisches Feldforschungsprojekt. Im Zentrum steht die Reibung zwischen planetaren und biografischen Maßstäben: kontaminierte Böden, schmelzende Gletscher, biologische Systeme, die einer menschlichen Logik von Kontrolle und Abschluss widerstehen. Hintergrund im Design und der freien Kunst: Burg Giebichenstein Halle, AdBK Nürnberg (Michael Stevenson). Einzelausstellungen u.a. Deutsches Museum Nürnberg, Kunstverein Wolfenbüttel, Kreis Galerie Nürnberg.
Beschreibe dein Atelier in drei Wörtern!
Garten, Werkstatt, Zeitkapsel.
Benenne deine liebsten Gegenstände in deinem Atelier!
Werkbank, Schaukel, Pizzaofen.
Was gibt es in deinem Atelier, was es an einem anderen Ort nicht gibt?
Viele meiner Projekte starten in der Natur oder an für die Arbeit wichtigen Orten. Mein Atelier ist der Ort, an dem ich zurückkomme und verstehe, was im Feld passiert ist, und die Dinge ihre Form finden.
Was macht für dich den idealen Ort zum Kreativsein aus?
Auf der einen Seite eine Fülle aus Materialien, Fundstücken und Objekten, die ich über die Jahre zusammengetragen habe und die Geschichten erzählen. Auf der anderen Seite eine radikale Leere, damit überhaupt Neues entstehen kann. Der ideale Ort ist für mich ein Rückzugsraum, in dem das Große verarbeitet und im Kleinen neu gedacht werden darf.
Welchen Herausforderungen begegnest du als Künstler?
Ich lasse mich stets von meinem Interesse an neuen Phänomenen, alten Dingen und seltsamen Feldern leiten. Das bedeutet, dass ich mich immer wieder als Amateur in neue Bereiche begebe. Das stetige Von-vorne Anfangen ist immer mit Schwellen und Komplexität verbunden. Ich kenne nichts, was so anstrengend und schön zugleich ist. Diesen Weg zu gehen bedeutet, in eine Gleichung zu investieren, die zwar künstlerisch, aber nicht wirtschaftlich aufgeht. Förderungen wie diese machen es möglich, diese Gleichung trotzdem weiterzuführen.
Landschaft. Foto: Planetary Intimacies.