Janis Strobl/Critical Ceramics

Foto: Alex Jeskulke.

Atelierpreis

Janis Strobl lebt und arbeitet in München. Sie schloss 2026 ihr Studium der Bildenden Kunst ab. Sie studierte an der AdBK München bei Prof. Nicole Wermers, Keramik und Textilkunst an der Burg Giebichenstein in Halle sowie Kunstgeschichte an der LMU München und Landschaftsarchitektur an der TU Dresden. Ihre Praxis reicht von Skulptur über performative Ansätze zu ortsspezifischen Installationen. Sie übersetzt gesellschaftliche Machtverhältnisse, koloniale Kontinuitäten und historische und wissenschaftliche Kontexte in materialbasierte Bildsprachen.


Benenne deine liebsten Gegenstände in deinem Atelier!
Bücher, eine Sammlung an Fundstücken, jede Menge Material.

Was macht für dich den idealen Ort zum Kreativsein aus?
Wenn ich mich sicher fühle, auch scheitern zu dürfen.

Wie sähe dein ideales Atelier aus?
Lichtdurchflutet, geräumig, mit Brennofen und umgeben von anderen Ateliers.

Mit welchen Themen und Motiven beschäftigst du dich in deiner Kunst?
Ausgehend von kolonialen Kontinuitäten, verdrängten Geschichten und Machtstrukturen erforsche ich historische und wissenschaftliche Wissensbestände und übersetze diese in räumliche und haptische Formen.

Zu welchen Materialien, Gesten oder Gewohnheiten kehrst du zurück?
Keramik und Textil, oftmals nehme ich bereits bestehende Motive auf und setze sie in einen neuen Zusammenhang.

Würdest du, wenn du noch einmal ganz von vorne anfangen könntest, wieder Künstlerin werden?
Nein. Weil wir in einer Welt leben, die künstlerisches Leben an vielen Stellen missachtet. Ja. Weil ich mir nichts besseres vorstellen kann und davon überzeugt bin, dass wir als Künstler:innen eine gesellschaftliche Verantwortung tragen können, auch wenn sie viele Entbehrungen mit sich bringt.

history supreme, 2026, exhibition view. Foto: Alex Jeskulke.

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