Justin Urbach

Foto: Tobias Friedauer.

Atelierpreis

Justin Urbach (*1995) ist Medienkünstler in München. In seiner Praxis untersucht er das Verhältnis von menschlicher und maschineller Wahrnehmung – mit Fokus auf die Kamera als räumlichen Agenten, die Materialität digitaler Infrastruktur und die Grenzen von Bildgebungsverfahren. Er arbeitet in Video-Installation, XR und immersiven Systemen, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen u.a. am Robotic Interactive Perception Lab der TU Berlin. Er studierte an der AdBK München bei Julian Rosefeldt und wird von der Galerie max goelitz vertreten.


Beschreibe dein Atelier in drei Wörtern!
Verdichtung, Ruhe, Produktionsstätte.

Was bedeutet dein Atelier für dich?
Es ist der Ort, an dem Forschung und Produktion zusammenfallen, wo ich Prozesse ausprobieren kann, ohne dass sie sofort funktionieren müssen.

Würdest du, wenn du noch einmal ganz von vorne anfangen könntest, wieder Künstler werden?
Ja, es gibt mir die Möglichkeit ICH selber zu sein und mich so zu zeigen, wie ich der Welt am meisten Sinn geben kann.

Was verlangt deine Arbeit dir körperlich oder emotional ab?
Je nachdem. Wenn ich drehe, ist es auf allen sensorischen und körperlichen Parametern sehr intensiv und anstrengend. Es gibt aber auch Phasen, in denen viel im Kopf konzipiert wird, was weniger körperlich ist.

Welchen Herausforderungen begegnest du als Künstler?
Dem permanenten Spannungsfeld zwischen konzeptioneller Arbeit und technischer Realisierung; und der Frage, wie viel Erklärung ein Werk braucht, bevor es sich selbst schadet.

Fractal Breeze WIP T2_010, 2023, Silicon wafer with laser engraving, ø 30 cm. Foto: Marjorie Brunet Plaza.

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