Augenmerk

Im Juni 2026 kuratiert von Maria Buck

In der neuen Rubrik „Augenmerk“ stellen wir euch Künstler:innen, Ausstellungen, Kunst-Orte und Ausschreibungen vor, die uns aufgefallen sind. Im Wechsel kuratiert das Team des BBK Bayern diese Auswahl. Zum Start präsentiert euch Maria Buck, Projektleiterin des Mobilen Ateliers, verantwortlich für unseren Instagram Kanal und neuerdings auch für diesen Newsletter, wer und was sie gerade besonders inspiriert. 

 

Künstler:innen, die man kennen sollte: Josef Köstlbacher

Die großformatigen, oft farbintensiven Malereien ziehen mich sofort in ihren Bann. Was mich besonders fasziniert: Hinter der ersten visuellen Wucht entfalten sich bei genauerem Hinsehen vielschichtige Bildwelten, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren und immer wieder neue Lesarten zulassen. Mein Tipp: Ab 12. Juni gastiert Josef Köstlbacher für zwei Monate beim Mobilen Atelier in Kiefersfelden. Also nichts wie hin und sich selbst überzeugen!

Ausstellungen, die man gesehen haben muss: Sinn und Gesellschaft. Das Museum als Atelier

In der Ausstellung wird das Museum Starnberger See zum Arbeitsraum: Die Künstlerinnen Ergül Cengiz, Gretta Louw, Anna Schölß und Esther Zahel arbeiten vor Ort und beziehen den Museumsraum in ihre künstlerischen Prozesse ein. Im Zentrum steht nicht die fertige Arbeit, sondern das Entstehen von Kunst und der Dialog zwischen Kunst, Museum und Publikum. Ich mag es sehr, wenn wie hier der Entstehungsprozess sichtbar gemacht und das Museum selbst zum Experimentierraum wird; ein Ansatz, den wir auch mit dem Mobilen Atelier verfolgen.

Kunst-Orte, die man besuchen sollte: Kunsthaus Kaufbeuren

Ein Ort, der immer wieder mit den gezeigten Positionen überzeugt. Die Mischung aus regionaler Verankerung und zeitgenössischem Anspruch macht das Kunsthaus für mich zu einem der spannendsten Ausstellungshäuser abseits der großen bayerischen Zentren. In diesem Jahr feiert das Kunsthaus sein 30-jähriges Bestehen!

Ausschreibung, auf die man sich bewerben sollte: Künstler:innen Vereinigung Tirol: Thresholds

Wie wäre es im kommenden Jahr mit einer Ausstellung in Innsbruck? Die Künstler:innen Vereinigung Tirol sucht derzeit Positionen für ihr Jahresprogramm 2027.  Unter dem Titel Thresholds lädt sie dazu ein, sich mit Übergängen, Schwellen und Zwischenräume zu beschäftigen. Also genau um die spannenden Orte, an denen Dinge noch nicht festgelegt sind und sich etwas Neues entwickeln kann. Eine ideale Gelegenheit bei den Nachbaren die eigenen Arbeiten zu präsentieren.  

Und wenn wir uns beamen könnten... Die Ausstellung BorderLand im Hay Castle, Wales

Umgeben von der großartigen walisischen Landschaft, beschäftigt sich die Ausstellung  mit der Idee von Grenzen: räumlich, gesellschaftlich und kulturell. Sie zeigt Arbeiten von Künstler:innen, die diese Übergänge aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersuchen. Im Mittelpunkt steht nicht die Trennung, sondern Verbindungen, Reibungspunkte und die Frage, wie Grenzen Identität und Zusammenleben prägen. Die Schau lädt dazu ein, Grenzen als etwas Vielschichtiges zu sehen, etwas, das wir alle gerade dringend brauchen könnten. Wer also für dem Sommer noch keine Pläne hat, das wäre eine Reise wert; oder zumindest einen gedanklichen Ausflug.

Zurück
Zurück

Ein KunstSommer in Kiefersfelden, Lindenberg im Allgäu und Buxheim

Weiter
Weiter

Pressematerial: Was braucht es dafür?