Ein KunstSommer in Kiefersfelden, Lindenberg im Allgäu und Buxheim
Der Juni wird für Das Mobile Atelier ein ereignisreicher Monat: Gleich an drei Standorten öffnen wir unsere Türen und sind in Kiefersfelden, Lindenberg im Allgäu und Buxheim zu Gast. Mit dabei sind die Künstler:innen Josef Köstlbacher, Paula Dischinger sowie Anton Götze alias Ton An und Inga Krause, die an den jeweiligen Orten eigene Akzente setzen und den Sommer über einzigartige Kunst-Momente schaffen.
Josef Köstlbacher in Kiefersfelden
Josef Köstlbacher, *1991 in Regensburg, studierte von 2011 bis 2020 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Markus Oehlen und Prof. Stephan Dillemuth. 2013 besuchte er im Rahmen des Erasmus-Programms die Universidad Complutense in Madrid. 2023 war er mit dem bayerischen Paris-Stipendium Artist in Residence an der Cité Internationale des Arts. Er lebt und arbeitet in München.
In Josef Köstlbachers Arbeit ist Sammeln Methode und Motiv. Im Zentrum steht ein ständig wachsender Körper aus tausenden Bildern und Ideenskizzen, der sich als Work in´Progress dicht gedrängt über die Leinwand ausbreitet. Bilder aus der Innen- und Außenwelt treten in einen Diskurs und machen die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Gedanken, Empfindungen und Perspektiven innerhalb einer gemeinsam erlebten Wirklichkeit sichtbar. Es entsteht ein sich laufend erweiternder Bilderspeicher der wie eine visuellen Form der Erinnerungstechnik dazu dient Situationen und Eindrücke zu rekonstruieren, während sich in der Nachbarschaft der Bilder ein Eigenleben entwickelt.
Als Atelier steht ein leerstehendes Ladenlokal bereit. In direkter Nachbarschaft zu Kirche, Kurpark und Schule liegt es zentral in Ortszentrum.
Hier die Adresse:
Dorfstraße 29
83088 Kiefersfelden
Das Duo Ton An in Lindenberg im Allgäu
Paula Dischinger und Anton Gotzel sind zusammen das Künstler:innen-Duo TonAn. Die beiden verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Kennengelernt haben sie sich am Gymnasium, schon damals realisierten sie erste Projekte zusammen. Während Anton einen Laufsteg baute, präsentierte Paula ihre Debüt-Kollektion „Mode aus Papier“. Ihre Wege führten sie anschließend in unterschiedliche Richtungen. Trotz räumlicher Distanz blieben beide im engen kreativen Austausch. Spätestens bei der gemeinsamen Arbeit am Dokumentarfilm „Franz & Apfel“ in Berlin entstand der Entschluss, ihre Zusammenarbeit fortzuführen.
Paula Dischinger studierte unter anderem am Institut Français de la Mode in Paris sowie Performance Art an der Central Saint Martins University in London. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Mode, Performance und sozialer Interaktion. Internationale Projekte und Ausstellungen prägen ihr Profil genauso wie die Auszeichnung mit dem Bayerischen Atelierpreis im letzten Jahr.
Anton Gotzel studierte Architektur in Innsbruck und arbeitet an der Schnittstelle von Raum, Konstruktion und sozialem Miteinander. In partizipativen Projekten entwickelte er unter anderem modulare Bühnen, mobile Küchen und nachhaltige Rauminstallationen.
In Lindenberg im Allgäu verwandelt sich ein ganz besonderer Ort in ein Atelier auf Zeit: Die ehemalige Aussegnungshalle auf dem Aurelius Friedhofspark. Doch was im ersten Moment etwas düster klingt, zeigt sich als architektonisch faszinierendes Jugendstilgebäude, das mehr an einen Pavillon erinnert. Umgeben von den großen Bäumen des Parks lädt das Atelier im Sommer auch draußen zum künstlerischen arbeiten und verweilen ein.
Inga Krause in Buxheim
Die in Bremen lebende Künstlerin Inga Krause lässt sich nicht auf ein Medium reduzieren: Leinwand, Kunst am Bau, Wandmalerei und Keramik. Doch egal womit sie gerade arbeitet, ihre Bildsprache ist geprägt von klaren Formen, leuchtenden Farben, illustrativen Figuren und Objekten sowie einer Mischung aus grafischen und analogen Elementen. Dabei wird die strenge Ordnung ihrer grafischen Ästhetik immer wieder durch malerische Flächen aufgebrochen. Schon immer begeisterte sie sich für das Malen im großen Format und diese Vorliebe prägt ihre Arbeit bis heute. 2021 schloss sie ihren Master in Illustration an der HAW Hamburg ab.
Das Mobile Atelier taucht in Buxheim tief in die Geschichte ein. Auf dem Gelände der einstigen Kartause wird das ehemalige Feuerwehrhäuschen zum Atelier. Und am Ende des Aufenthaltes trifft Tradition auf Moderne: die zeitgenössischen Arbeiten werden in der historischen Kartause ausgestellt.