Pressematerial: Was braucht es dafür?
Praxis Kunst
Mit unserer Reihe Praxis Kunst wollen wir euch Anstöße, Hilfsmittel und nützliche Ressourcen an die Hand geben. Die Reihe soll kurze Impulse geben für Themen, die für die künstlerische Tätigkeit relevant sind, die wir euch weitergeben und hoffen, dass sie dem:der einen oder anderen helfen. Es ist nicht als Lehrgang oder Kurs gedacht und die Beiträge haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind kleine Denkanstöße!
Öffentlichkeitsarbeit ist für künstlerische Arbeit heute wichtiger denn je, weil sie nicht nur Sichtbarkeit schafft, sondern auch ein klares Profil, Vertrauen und langfristige Beziehungen zum Publikum aufbaut. Wer ausschließlich auf Social Media setzt, erreicht zwar schnell Aufmerksamkeit, bleibt aber oft in einer sehr flüchtigen und begrenzten Reichweite hängen. Gerade für Künstler:innen, Projekte und Ausstellungen braucht es deshalb eine Kommunikation, die über den schnellen Post hinausgeht und die eigene Arbeit in unterschiedlichen Kontexten sichtbar macht. Was es dafür braucht? Professionell aufbereitete Pressematerialien.
Was gehört zu den Pressematerialien?
Pressemitteilungen
Textschnipsel, die über Ereignisse, Produkte oder Neuigkeiten informieren und Journalist:innen als Grundlage für ihre Berichterstattung dienen.
Bildmaterial und Grafiken
Fotos, Illustrationen oder Infografiken, die für die visuelle Gestaltung von Berichten verwendet werden.
Hintergrundinformationen
Details zu einer Person oder Organisation, ihren Zielen oder wichtigen Themen, die für ein tiefergehendes Verständnis der Berichterstattung notwendig sind.
Inhalt und Aufbau einer Pressemitteilung
Überschrift: Muss die Kernaussage der Nachricht sofort auf den Punkt bringen.
Datum und Ort: Angabe des Ortes und Datums der Veröffentlichung, um den Kontext der Nachricht zu verdeutlichen.
Teaser (Vorspann): Ein kurzer Absatz, der die wichtigsten Informationen zusammenfasst und das Interesse des Lesers weckt.
Haupttext (Fließtext): Der ausführlichere Teil, der die Nachricht detaillierter erklärt. Hier sollten die W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie) beantwortet werden.
Zitate: Zitate von wichtigen Personen (z.B. Entscheidungsträgern) verleihen der Pressemitteilung Glaubwürdigkeit und Persönlichkeit.
Hintergrundinformationen: Zusätzliche Fakten und Daten, die für die Journalist:innen und die Zielgruppe relevant sind.
Abbinder: Ein kurzer, standardisierter Text, der die Person oder Organisation vorstellt.
Pressekontakt: Die Kontaktdaten einer Ansprechperson für Journalist:innen, die weitere Fragen haben.
Wann soll eine Pressemitteilung verschickt werden?
Zwei bis drei Wochen vorher. Dies gibt Journalist:innen Zeit, bei Interesse einen Artikel in ihren Redaktionsplan aufzunehmen und gegebenenfalls eine Vorabmeldung oder einen Veranstaltungshinweis zu veröffentlichen.
Pressebilder
Pressefotos sollten die Kernbotschaft visuell auf den Punkt bringen.
Vielfalt
Bieten Sie der Presse mehrere Motive in unterschiedlichen Formaten (Quer- und Hochformat) und Perspektiven an, um unterschiedliche Verwendungszwecke zu ermöglichen.
Auflösung
Achten Sie auf eine ausreichend hohe Auflösung (300 DPI), insbesondere für den Druck.
Farbmanagement
Die Vorbereitung für den Druck erfordert oft die Umstellung von RGB (Digital) auf CMYK (Druck), um Farbverschiebungen zu vermeiden.
Bildunterschrift
Wichtig ist eine aussagekräftige Bildunterschrift mit Namen und Copyright (z. B. im Dateinamen oder in einem extra Dokument).
Was ist kein Pressebild?
Flyer. Plakate. Ordner mit hunderten von Bildern, Auswahl treffen!