Anna Lena Keller
Foto: Barbara Posch.
Atelierpreis
Anna Lena Keller (*1993) lebt in München. Sie studierte freie Kunst an der AdBK München bei Prof. Nicole Wermers. Keller nahm 2023 durch die Förderung des „Internationales Stipendium Oberpfälzer Künstlerhaus“ am Djerassi Resident Artists Program in Kalifornien (USA) teil. 2024 erhielt sie die Debütant:innen Förderung des BBK München und Oberbayern. Neben vielen weiteren Ausstellungen, wie z.B. in der Lothringer Halle13 und Spinnerei Leipzig, bespielte sie 2025 den Kunstpavillon im alten botanischen Garten mit der Solo Show „konturfedern“.
Beschreibe dein Atelier in drei Wörtern!
Meister Eder’s Werkstatt.
Mit welchen Themen und Motiven beschäftigst du dich in deiner Kunst?
Ich beschäftige mich mit körpererweiternden Strukturen und beobachte Strategien, mit denen menschliche und nicht-menschliche Lebewesen auf ihre Umwelt reagieren. Die Durchlässigkeit oder Verschiebung der Grenze des Körpers interessiert mich und wie sich gesellschaftliche, technische und ästhetische Strukturen in den Körper einschreiben und diesen verändern.
Welche Gespräche oder Diskurse möchtest du mit deiner Arbeit anregen?
Mich beschäftigt die Frage, inwieweit das Bedürfnis nach Schutz über die eigene Selbsterhaltung hinausgeht, wie Schutzstrategien eingefordert, nachgeahmt oder „überperformt“ werden. Und mich interessiert die sich verändernde Vorstellung davon, was ein Körper ist oder sein kann und was er leisten muss.
Was begeistert dich am Beruf der Künstlerin? Was treibt dich an?
Das Entwickeln einer neuen Arbeit und der Moment, bei dem es „klick“ macht. Außerdem empfinde ich das Praktizieren einer Disziplin, die in sich nicht funktional-, ergebnis- und wettbewerbsorientiert ist, als wichtige Arbeit an der Gesellschaft.
Was musstest du als Künstlerin verlernen?
Ich muss immer wieder verlernen, am Anfang einer neuen Arbeit zu früh zu bewerten. Das versteift den ganzen Prozess oder lässt erst gar keinen zu. Die Zuversicht muss ich mir immer wieder neu erlernen.
o. A.. Foto: Christian Kain.