Alexander Scharf

Foto: Pablo Lauf.

Atelierpreis

Alexander Scharf (*1990 in München) ist Medienkünstler, Grafikdesigner, Kurator und Dozent. Nach seiner Ausbildung zum Kommunikationsdesigner studierte er an der AdBK München, wo er 2022 sein Diplom in Freier Kunst und 2024 das Staatsexamen in Kunstpädagogik abschloss. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter vom Rosa Stern Space e.V. sowie Art Director von Team Hula. Seine Arbeiten werden national und international in Kunstinstitutionen, Galerien und Festivals gezeigt. Zudem lehrt er Medienkunst und -pädagogik an der AdBK München und der Muthesius Kunsthochschule Kiel.


Wo findest du Inspirationen für deine Kunst?
Ich finde unter anderem interessante Anknüpfungspunkte in der Genretheorie. Überschneidungen von Stilebenen in Film, Literatur und Videospielen, vor allem in virtuellen Szenarien und den Motiven des Body Horror, sind aufregende Quellen für gesellschaftlichen Wandel und Wahnsinn.

Woher kommt deine Motivation, Kunst zu machen?
Mich motiviert die Auseinandersetzung mit den Bildwelten und Fandoms von Horror, Videospielen, Science-Fiction und virtuellen Gemeinschaften, die ich als Seismografen gesellschaftlicher Veränderungen verstehe. Mich interessieren die Übergänge zwischen Körper und Technologie, Realität und Virtualität sowie die Fantasien, Ängste und Sehnsüchte, die sich darin spiegeln. In meiner künstlerischen Praxis erforsche ich diese Zwischenräume, um sichtbar zu machen, wie sich Identität, Wahrnehmung und menschliche Erfahrung im digitalen Zeitalter verändern.

Welche Bedeutung haben Freude und spielerische Elemente in deiner künstlerischen Praxis?
Das Spiel ist Ausgangspunkt und absolut notwendig für Ideen und die Entwicklung von Narrativen.

Welche Wünsche oder Vorstellungen hast du für die Zukunft der Kunstwelt?
Ich stehe für mehr Zusammenhalt ein und wünsche mir noch mehr Kooperation mit anderen Professionen. Zudem hoffe ich auf eine Stärkung subkultureller Strömungen und Organisationen. Als künstlerischer Leiter eines Kunstvereins, des Rosa Stern Space e.V., wünsche ich mir mehr Unterstützung solcher Strukturen.

COMBAT GALATEIA ONE, 2022, mixed material. Foto: Vincent Entekhabi.

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