Cham

Mitte September zieht es Das Mobile Atelier erneut in den malerischen Bayerischen Wald. Nach dem Auftakt im letzten Herbst in Hauzenberg, ist Das Mobile Atelier dieses Mal unterwegs in der alten Handelsstadt Cham. Der charmante Ort am „Regen-Bogen“, wie der Volksmund gern bezugnehmend auf die geografische Lage der Stadt, die vom Fluss Regen bogenartig umgeben ist, Cham gern bezeichnet, begrüßt die Künstlerin Nica Junker. Das mobile Ateliermodul findet seinen Aufstellungsort auf dem Kirchplatz vor der Pfarrkirche St. Jakob in unmittelbarer Nachbarschaft vom historischen Marktplatz, dem Herzen der Chamer Altstadt.

„Für die Schülerinnen und Schüler der Kunstklasse 6 am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium war Das mobile Atelier eine tolle Gelegenheit, „Künstlerluft“ zu schnuppern und in Zusammenarbeit mit Nica Junker einen umfassenden Workshoptag zu erleben. Durch die vielfältigen technischen Möglichkeiten konnten die Teilnehmendnen ihren ganz persönlichen Blick auf die Welt auf verschiedene Weise ausdrucksstark darstellen.“

Simone Seifert, Kunstlehrerin am Joseph-von.Fraunhofer-Gymnasium Cham

 
 

Nica Junker

Die Saarländische Künstlerin Nica Junker widmet sich beim Mobilen Atelier zwar nicht dem Medium Film, sondern realisiert dort ein – nicht weniger spannendes – partizipatives Fotoprojekt. Nica Junker arbeitet als Künstlerin mit den Medien der Fotografie, des Films und der zeitbasierten Medien, als Hochschullehrende, innerhalb der Artistic Research und in der kulturellen Bildung. Ihr Schwerpunkt liegt in der intermedialen und partizipativen Fotografie. In Zusammenarbeit mit Städten und Kommunen arbeitet sie gestalterisch-forschend zur Beziehung Mensch zum Stadtraum, wie zuletzt im August 2023 in Weißwasser (Oberlausitz).

 

Fragen an…

Nica Junker zum Mobilen Atelier in Cham

Was ist das Besondere für dich an der Arbeit bei Das Mobile Atelier?

Der Austausch mit den Menschen, die vorbeikamen, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Es waren schöne Begegnungen, die mich auch weit über meine Arbeit hinaus inspiriert haben. Das Mobile Atelier kann darüber hinaus ein guter Experimentierraum sein, gerade künstlerisch-forschende Projekte, wie in einem Lab auszuprobieren.

Inwiefern nahm Cham Einfluss auf deine künstlerische Arbeit oder anders gefragt: Was hat dich inspiriert?
Die Menschen, die Begegnungen und der Austausch haben mich inspiriert. Wie es viele auf die im mobilen Atelier ausliegenden Karten zu dem Thema „Orte und Räume“ schrieben, machen die Menschen den Raum aus, in dem wir uns bewegen. So wird ein Ort zum Raum und schließlich zum sozialen Raum.

Welche Arbeiten sind während deines Aufenthaltes bei Das Mobile Atelier entstanden?
Ich habe mich während meiner Zeit in Cham vor allem auf die Durchleuchtung des Themas „Orte und Räume“ durch Methoden der „Künstlerische Forschung“ und der „Partizipation durch die Kunst“ konzentriert. Meine zentrale Frage an die Bürger:innen von Cham lautete: „Was macht einen Ort zu einem Raum?“

Konzept
Wie können wir unser akademisches Wissen im öffentlichen Raum oder in nicht-akademischen Umgebungen verankern? An den Universitäten gewinnt das Konzept der „Third Mission“ immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig kann die Frage, wie ein solcher Wissenstransfer gelingen kann, eine Herausforderung darstellen. Das Mobile Atelier des BBK Bayern ist ein gutes Beispiel dafür, wie künstlerisch- wissenschaftliche Forschung zum Thema „Orte und Räume“ niederschwellig an ein größeres Publikum vermittelt werden konnte. Zwei Monate lang war Das Mobile Atelier am Kirchplatz in Cham zu finden.

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