Leerstand = Kunst-Ort
Das Mobile Atelier reagiert auf eine zunehmende Herausforderung vieler ländlicher Regionen: Leerstände in Ortszentren und den damit verbundenen Verlust sogenannter Dritter Orte; also Orte der Begegnung außerhalb von Zuhause und Arbeitsplatz. Indem das Projekt leerstehende Ladenlokale, Gebäude oder öffentliche Räume temporär in Kunsträume verwandelt, entstehen neue kulturelle Impulse im Ortskern. Die Räume werden zu lebendigen Kunst-Orten, in denen Künstler:innen arbeiten, ihre Prozesse sichtbar machen und mit der Umgebung in Dialog treten.
Durch offene Ateliers, Gespräche, Workshops und gemeinsame Aktionen werden diese temporären Ateliers zugleich zu Treffpunkten und Begegnungsräumen für die lokale Bevölkerung. Kunst schafft dabei einen niederschwelligen Anlass zum Austausch: Menschen kommen ins Gespräch, teilen Erfahrungen und entdecken zeitgenössische Kunst im Alltag. So trägt das Mobile Atelier dazu bei, Leerstände neu zu beleben, Ortszentren kulturell zu aktivieren und temporäre Dritte Orte zu schaffen, in denen Kunst, Begegnung und gemeinschaftliches Leben zusammenfinden. So schafft Das Mobile Atelier Orte für die Bildende Kunst, wo man sie nicht unbedingt erwartet: in einer alte Mühle, einer ehemalige Schmiede, einem leerstehenden Ladenlokal oder einem denkmalgeschützen Gebäude. Leerstände bieten so ein enormes Potenzial, zu lebendige Räume der Begegnung zu werden.