Ein bayernweites Residenzprogramm

Das Mobile Atelier ist ein bayernweites Residenzprogramm im ländlichen Raum, das zeitgenössische Bildende Kunst gezielt im ländlichen Raum sichtbar macht. An wechselnden Orten in ganz Bayern werden temporäre Ateliers auf Zeit eingerichtet, in denen professionelle Künstler:innen jeweils zwei Monate lang arbeiten und leben. Häufig geschieht dies in Duos, um den künstlerischen Austausch und die gegenseitige Inspiration zu fördern.

Aber: Ein klassisches Residenzprogramm ist es nicht. Es ist ein Experimentierfeld, das Kunst, Alltag und kulturelle Teilhabe zusammenführt. Seine besondere Qualität liegt im Dialog: zwischen Künstler:innen und Gemeinden, zwischen Kunstschaffenden und Menschen, die oft zum ersten Mal zeitgenössische Bildende Kunst aus nächster Nähe erleben. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu kultureller Gerechtigkeit und zeigt: Kunst ist kein Privileg der Städte, sondern eine Ressource, die auch im ländlichen Raum inspirieren, verbinden und Neues hervorbringen kann.

Ein zentrales Anliegen des Programms ist der Bezug zur jeweiligen Umgebung: Landschaft, Natur und lokale Gegebenheiten dienen den Künstlerinnen und Künstlern als wichtige Inspirationsquellen und fließen in ihre Arbeit ein. Begleitet wird die Residenz durch ein Vermittlungsprogramm, das die Bevölkerung vor Ort aktiv einbezieht. Workshops, Gespräche, offene Ateliers oder gemeinsame Aktionen laden zum Austausch ein und ermöglichen Begegnungen mit zeitgenössischer bildender Kunst im Alltag. So entsteht ein Dialog zwischen Kunstschaffenden, Umgebung und lokalen Gemeinschaften, der neue Perspektiven eröffnet und kulturelle Teilhabe stärkt. Das Mobile Atelier möchte Kunst nicht nur zeigen, sondern nahbar und erlebbar machen. Es versteht sich als lebendige, offene Plattform: für künstlerische Forschung, für Austausch, für das gemeinsame Gestalten von Gegenwart. So entstehen Räume der Begegnung zwischen Künstler:in und Publikum, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Alltagswelt und Kunst.

Pro Standort ist ein:e Künstler:in oder ein Künstler:innen-Duo eingeladen, ein ortsspezifisches Konzept auszuarbeiten, um Das Mobile Atelier vorübergehend als Raum ihres künstlerischen Schaffens zu nutzen und mit dem Mobilen Atelier den öffentlichen Raum zu verändern. Die Künstler:innen dürfen sich von der Vielfalt der bayerischen Landschaft inspirieren und durch den intensiven Kontakt mit den Bewohner:innen, die lokalen Traditionen und Naturressourcen in ihre Kunst einfließen lassen. Die spezifische Anforderungen und Gegebenheiten des Ortes und die jeweiligen Bedürfnisse sollen Teil der künstlerischen Arbeit sein. Die Einladung richtet sich an Künstler:innen verschiedenster Disziplinen und kultureller Hintergründe.

Das Mobile Atelier möchte Begegnungsstätte und Alltagsort sein. Es bietet eine innovative Möglichkeit, Zeitgenössische Kunst in den ländlich geprägten Regionen Bayerns zu fördern und den Menschen vor Ort ein breites Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen zu präsentieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen, Schulen, Kunstvereinen und kulturellen Einrichtungen soll das Projekt langfristig etabliert werden und dazu beitragen, die kulturelle Teilhabe in Bayern zu stärken.

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Leerstand = Kunst-Ort