Das Mobile Atelier im Herbst 2026

Das Mobile Atelier startet im Oktober in die Herbstsaison. Bis zum Jahresende stehen wieder spannende Orte und großartige Künstler:innen auf dem Programm. Und ganz besonders freuen wir uns über ein Wiedersehen mit zwei Künstler:innen, die uns diesen Sommer mit ihrer Kreativität und ihrer Energie besonders begeistert haben.

Das Mobile Atelier in Lindenberg im Allgäu 2.0 mit TonAn

Das Mobile Atelier in Lindenberg im Allgäu mit TonAn, alias Paula Dischinger und Anton Gotzel, geht im Herbst in eine zweite Runde… wenn auch nur in eine kurze. Vom 06. bis 13. Oktober kehrt das Power-Kollektiv zurück, um ihr Projekt weiterzuführen. Nachdem sie im Sommer in atemberaubendem Tempo die Installation Echo1 aus den Ziegeln des ehemaligen Kamin einer Hutfabrik auf dem Aurelius-Friedhofspark aufgebaut und eröffnet wurde, folgt nu Echo2.

Das Mobile Atelier auf dem Ganslberg mit Mona Mayer und Florian Knöbl

Ab 11. Oktober gastiert Das Mobile Atelier am Ganslberg, dem ehemaligen Wohn- und Arbeitsort von Fritz König. Umgeben von Feldern, Wiesen und Wald wird das Künstler:innen-Duo Florian Knöbl und Mona Mayer das Anwesen bespielen.

Florian Knöbl, geboren 1993 in München, studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und lebt in München. Mona Mayer, geboren 1995 in Frankfurt am Main, studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie der Akademie der Bildenden Künste in Wien und lebt zur Zeit in Karlsruhe. Gemeinsam haben sie bereits an unterschiedlichen Formaten gearbeitet, unter anderem als Teil des kuratorisch-szenografischen Kollektivs A Place in the Woods. Während der Residency am Ganslberg werden sie sich der allmählichen Einrichtung eines Ortes widmen. Dabei verhandeln sie Fragen rund um Räume der Arbeit und die Bedeutung von Atelier, Studio und Büro, indem sie unterschiedliche Blickachsen, Aussichtspunkte, Objekte und Parameter im Raum schaffen.

Das Künstlerhaus Ganslberg bei Altdorf im Landkreis Landshut ist das ehemalige Wohn- und Atelieranwesen des Bildhauers Fritz Koenig (1924–2017), der mit der „Großen Kugelkaryatide N.Y.“ Weltgeschichte schrieb. Nach sieben Jahren Stillstand öffnet die Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung das denkmalgeschützte Ensemble aus Wohnhaus, Ateliers und Werkhallen seit 2025 schrittweise als Ort für künstlerische Produktion, Austausch und kulturelle Bildung. Seit letzten Jahr werden dort Ausstellungen, Workshops, Vermittlungsformate und ein Residenzprogramm realisiert.

Das Mobile Atelier bei der Putte in Neu-Ulm mit Sanna Reitz

Im Oktober startet Das Mobile Atelier sein Gastspiel bei der PUTTE in Neu-Ulm. Die Putte ist der kommunale Projektraum der Stadt und wurde 2017 gegründet. Sie nimmt einen entscheidenden Platz in der Kulturlandschaft von Neu-Ulm/Ulm ein. Hauptanliegen des Raumes ist es, eine Plattform für junge künstlerische Positionen zu schaffen, zum Dialog einzuladen und mit Kunst in die Stadt hineinzuwirken. Der Raum steht in einem Austausch mit den Kulturinstitutionen in Neu-Ulm und Ulm sowie der Region und legt Wert auf einen Austausch mit lokalen Partner*innen. Alle zwei Jahre wird eine neue kuratorische Leitung ernannt, die neue Impulse hineinträgt und das Netzwerk des Projektraums erweitert.

Bespielt wird Das Mobile Atelier in der Putte von Sanna Reitz. Geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt und arbeitet in Karlsruhe. 2016 schloss sie ihr Studium der Malerei/Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe als Meisterschülerin von Leni Hoffmann ab. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Sie erhielt Förderungen und Stipendien u. a. von der Stiftung Kunstfonds, der Christoph Merian Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Reitz mit Landschaftsbildern, Naturverständnissen und deren kulturellen Prägungen auseinander. Scheinbar unberührte Naturräume – Berge, Täler, Wiesen, Wälder – werden von ihr als Projektionsflächen gesellschaftlicher Vorstellungen betrachtet. Sie untersucht Landmarken, die Grenzen zwischen Natur und Kultur markieren oder auflösen, und ironisiert die menschliche Anstrengung, Natur zu hegen, zu pflegen, zu ordnen, zu bewahren und zugleich zu zerstören.

Das Mobile Atelier in Mittenwald

Schon letzten Sommer gastierte Das Mobile Atelier im Geigenbaumuseum in Mittenwald. Damals verwandelte der deutsch-niederländische Künstler Stefan Hoffmann den Raum, der normalerweise den Sonderausstellugen des Geigenbaumuseums vorbehalten ist, in ein Atelier auf Zeit und im Laufe seines zweimonatigen Aufenthaltes zurück in eine (Kunst-)Ausstellung, die - wie sollte es anders sein - sich mit den Geigen künstlerisch auseinandersetze. Diesen Herbst bespielt Das Mobile Atelier ein leerstehendes Ladenlokal im malerischen Zentrum Mittenwalds. Umgeben von einer beeindruckende Vielfalt an Lüftmalerei, gradioser Bergkulisse und Wäldern wartet das Atelier in der Innenstadt nur darauf, dass die künstleischen Inspirationen umgesetzt werden. Und ja, auch der Geigenbau ist keineswegs nur im Museum zu finden, sondern wird in Mittenwald als Handwerkstradition weiter aktiv gepflegt.

Los gehts am 22. Oktober mit einer feierlichen Eröffnung. Wer allerdings in diesem Jahr Das Mobile Atelier in Mittenwald bespielen darf, das verraten wir bald auf Instagram. Und eines ist gewiss: An künstlerischer Inspiration wird es dem:der Künstler:in keinesfalls mangeln. Wir freuen uns jedenfalls sehr über dieses erneute Gastspiel.

Das Mobile Atelier in …

Wo Das Mobile Atelier in diesem Herbst noch gastieren wird, verraten wir ebenfalls auf Instagram und im November Newsletter. Bleibt gespannt!

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