Buxheim

Das Mobile Atelier zieht in das ehemalige Feiuerwehrhäuschen der Kartause Buxheim, unweit von Memmingen, eingebettet in eine Landschaft aus Wiesen, Wäldern und den Buxheimer Weihern. Im Zentrum des Ortes liegt ein außergewöhnlicher Ort: die ehemalige Kartause, eine der bedeutendsten und am besten erhaltenen Kartausenanlagen Deutschlands. Ihre Geschichte reicht weit zurück. Die Kartäuser lebten nach strengen Regeln in weitgehender Abgeschiedenheit und Stille. Jede Mönchszelle verfügte über eigene Räume und einen kleinen Garten; Rückzugsorte für Gebet, Arbeit und Kontemplation.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Kartause zu einem bedeutenden geistlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. Im 16. Jahrhundert wurde sie zur einzigen Reichskartause im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und stand damit unmittelbar unter dem Schutz des Kaisers. Ihre Blütezeit erlebte sie im Barock: Künstler wie Ignaz Waibel und die Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann prägten die Anlage mit herausragenden Kunstwerken und Bauten. Besonders berühmt ist das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl von Ignaz Waibel, das heute wieder in der Kartausenkirche zu sehen ist.

Mit der Säkularisation endete 1803 die Geschichte der Kartause als Kloster. Die Anlage wurde später zum Schloss, wechselte mehrfach den Besitzer und drohte durch den Verkauf ihrer Kunstschätze auseinanderzufallen. Teile der ehemaligen Klosteranlage wurden im 20. Jahrhundert von den Salesianern Don Boscos übernommen. Heute beherbergt die Kartause unter anderem ein Gymnasium und das Deutsche Kartausenmuseum. Die historischen Räume sind damit nicht nur Museum, sondern bis heute Orte des Lernens, des Lebens und der Begegnung.

Auch die Geschichte der Kartause ist eine Geschichte von Veränderung und Neuanfang. Aus einem mittelalterlichen Kloster wurde eine Reichskartause, aus der Kartause ein Schloss, aus Teilen der Anlage ein Bildungsort und Museum. Kunstwerke wurden zerstreut und kehrten Jahrzehnte später zurück. Räume erhielten neue Funktionen, ohne ihre Geschichte zu verlieren.

 
 

inga Krause

Die in Bremen lebende Künstlerin Inga Krause lässt sich nicht auf ein Medium reduzieren: Leinwand, Kunst am Bau, Wandmalerei und Keramik. Doch egal womit sie gerade arbeitet, ihre Bildsprache ist geprägt von klaren Formen, leuchtenden Farben, illustrativen Figuren und Objekten sowie einer Mischung aus grafischen und analogen Elementen. Dabei wird die strenge Ordnung ihrer grafischen Ästhetik immer wieder durch malerische Flächen aufgebrochen. Schon immer begeisterte sie sich für das Malen im großen Format und diese Vorliebe prägt ihre Arbeit bis heute. 2021 schloss sie ihren Master in Illustration an der HAW Hamburg ab

 

Standort Atelier

ehemaliges Feuerwehrhäuschen im Park der Kartause Buxheim

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