Helga Schwalt-Scherer

BBK Unterfranken e. V. - Bildbeitrag - Unterfranken

Webseite: www.schwaltscherer.com

Der Gürtel. (Marmor, NATO-Draht, 150 x 100 x 60 cm, 2022-2023.) Foto: Christiane Gaebert.

 

Helga Schwalt-Scherer mit Socke (NATO-Draht, 30 cm x 20 cm x 20 cm). Foto: Christiane Gaebert.

 

Laufmasche (NATO-Draht, 60 cm x 50 cm, 2019). Foto: Christiane Gaebert.

Susannah im Bade, (NATO-Draht, 110cm x 40 cm 2025). Foto: Christiane Gaebert.

Autor:in: Christiane Gaebert

Die Werke der Bildhauerin Helga Schwalt-Scherer bestechen durch meisterliche Präzision klassischer Bildhauertechnik und ungewöhnlichem Materialmix. SchwaltScherer kombiniert Marmor mit NATO- Draht, letzteres, eine perfide Erfindung deutscher Kriegstechnik aus dem ersten Weltkrieg, billiger und tödlicher als der übliche Stacheldraht, da ausgestattet mit zahllosen scharfen Klingen. Schwalt-Scherer schafft prägnante Werke, die von einer Balance zwischen Schönheit und Schrecken getragen werden. Die Künstlerin, gebürtige Süd-Tirolerin ist seit Jahrzehnten im Raum Aschaffenburg ansässig, biegt und verzahnt das scharfkantige Material zumeist mit bloßen Händen, denn nur so lässt sich das nötige Feingefühl für die schwierige Arbeit aufbringen. Schwalt-Scherer generiert aus abschreckendem Grenzwehr überraschende Neuschöpfungen vermeintlich harmloser Natur wie den 9 Meter langen Gürtel, der eingerollt mit einer ca 50 cm x 50 cm großen Marmorschnalle oder „die Socke“, . Helga Schwalt-Scherer versteht ihr Schaffen und Wirken als eine kontextgebundene Existenz, die sich als Teil einer Zeit und eines Ortes im Spannungsbogen zwischen Befangenheit und kritischer Distanz sich und ihrer Umwelt gegenüber bewegt. Entsprechend sind ihre Arbeiten Ausdruck kreativer Auseinandersetzung mit Themen von gesellschaftlicher Relevanz.

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