DREAM ILLEGAL
Gastbeitrag - Verbindungslinien 2026
KUNST ALS WIDERSTAND ist heute notwendiger denn je. In einer Zeit zunehmender Instabilität – geprägt von globalen Krisen, gesellschaftlichen Spannungen, politischer Polarisierung, digitaler Beschleunigung, technologischer Transformation, Marktlogiken und sozialer Fragmentierung (bis hin zur Einschränkung der Kunstfreiheit) – kann künstlerisches Handeln den wachsenden Begrenzungen unseres Denk- und Handlungsraums etwas entgegensetzen.
TRÄUME erhalten in dieser Situation eine neue, tiefere Bedeutung. Was einst als private Sehnsucht galt, wird heute zunehmend als subversiver Akt verstanden. Zu träumen heißt, den Status quo infrage zu stellen, Zweifel zuzulassen und den Mut aufzubringen, Veränderung zu denken. Wer träumt, zweifelt. Wer träumt, wagt. Inmitten globaler Krisen und gesellschaftlicher Spaltungen wird das Träumen selbst zu einem Akt des Widerstands – unbequem, irritierend und radikal hoffnungsvoll.
DREAM ILLEGAL ist eine Einladung, das Unmögliche zu denken.
Die EMBASSY OF ARCADIA hat hierfür - ausgehend von der künstlerischen Aktion, dem Bannerflug „Dream Illegal“ 2025 über München, - KünstlerInnen bzw. Kollektive eingeladen, künstlerisch-aktivistische, nicht konforme, guerillaartige, subversive Strategien und Interventionen für den öffentlichen Raum zu entwickeln und dabei dem Gedanken KUNST ALS WIDERSTAND zu folgen. Geladen sind u.a. Rocco und seine Brüder, das Peng Collective, bankleer (Kasböck/Leitner), Mads Lynnerup und Manaf Halbouni.
Die Reihe beginnt mit der Projektion des Schriftzuges DREAM ILLEGAL - eine Intervention von Peter Kees. DREAM ILLEGAL verbietet nichts. Es fordert heraus. Es lädt ein, das Unmögliche zu denken. Die Worte fordern auf: Denke jenseits der Regeln. Sprenge Konventionen. Hinterfrage alles, was dir als selbstverständlich erscheint. Träume illegal. Handle ungehorsam. Lass dich nicht einschränken.
Alle Interventionen wollen öffentliche Räume künstlerisch zurückerobern und gestalten und zugleich gesellschaftliche Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Diskussionen provozieren. Die Arkadische Botschaft betrachtet dabei Kunst als einen Möglichkeitsraum – einen Ort, der gesellschaftliche Strukturen hinterfragt, irritiert und inspiriert, als einen Resonanzraum der Wirklichkeit, als DENKRAUM FÜR FREIHEIT.
Ein Projekt von Peter Kees, finanziert durch Verbindungslinien/BBK aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.