Ausschreibung: Kunstverein Ebersberg - OPEN CALL 2027

Gastbeitrag

Der Open Call 2027 des Kunstvereins Ebersberg fragt: „Wo hört die Kunst auf?“ Künstler:innen sind eingeladen, sich mit den Grenzen, Rollen und Zukunftsformen von Kunst auseinanderzusetzen – zwischen Technologie, Gesellschaft und neuen künstlerischen Praktiken.

Die Künste befinden sich im Wandel. Förderstrukturen brechen weg, gesellschaftliche Aufmerksamkeit verschiebt sich, technologische Entwicklungen – insbesondere Künstliche Intelligenz – verändern Produktionsweisen und Wahrnehmung grundlegend. Gleichzeitig scheint die gesellschaftliche Bedeutung der Kunst zu erodieren: Sie verliert an Raum, an Resonanz, an Selbstverständlichkeit.

Bewerbungsschluss: 30. Juni 2026 24:00 Uhr

Mehr Informationen: https://www.kunstvereinebersberg.de/opencall2027/

Künstler:innen aller Sparten und Disziplinen – ebenso Forscher:innen, Hacker:innen, Handwerker:innen, Aktivist:innen, Kollektive, Quereinsteiger:innen oder Menschen, die sich keiner Kategorie zuordnen – sind eingeladen, Vorschläge für ein Ausstellungsprojekt im Jahr 2027 einzureichen.

Gesucht werden Arbeiten und Konzepte, die sich mit dem Spannungsfeld von Kunstbegriff, gesellschaftlicher Relevanz und zukünftigen Perspektiven auseinandersetzen – ausdrücklich auch jenseits konventioneller Formen, Medien und Präsentationsweisen.

Mögliche Formate umfassen:
Installation, Performance, Text, Prozess, Eingriff, Handlung, Software, digitale Formate, partizipative Ansätze, hybride Projekte, Malerei, Zeichnung, Skulptur, Objekt oder Vorhaben, die sich einer eindeutigen Benennung entziehen.


Was ist Kunst heute – und worauf gründet sie?
Was behauptet sie noch?
Wo liegen ihre Grenzen?
Wo endet sie – und beginnt etwas anderes?
Welche Rolle kann und soll Kunst in einer sich transformierenden Gesellschaft einnehmen?
Wie sieht die Kunst der Zukunft aus?

Vielleicht hat sie längst aufgehört.
Vielleicht hat sie sich verlagert –
in andere Räume, Praktiken und Öffentlichkeiten.
Vielleicht ist sie ununterscheidbar geworden – von Design, Aktivismus, Unterhaltung, Technologie.
Vielleicht interessiert sie einfach niemanden mehr.

Der Ebersberger Kunstverein widmet sein Jahresprogramm 2027 diesen Fragen und stellt es unter das Motto: „Wo hört die Kunst auf?“

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