Anna Knöller

Foto: Olusola Otori.

Atelierpreis

Anna Knöller (*1991 in Herrenberg) studierte Szenografie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Bühnenbild an der AdBK München. Sie untersucht performative Strukturen innerhalb von Rechtssystemen und die Inszenierung von Gerichtsverfahren als soziale und räumliche Praxis. Ihre Arbeiten wurden u.a. im UQBAR in Berlin, der Kunsthalle Mannheim und der Galerie der Künstler:innen in München gezeigt. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stadt München für bildende Kunst.


Was hält dein Atelier für dich bereit?
Vor allem die Möglichkeit, Arbeit und Wohnraum voneinander zu trennen. Und es ist ein sozialer Ort, an dem man auch als selbstständige Künstlerin Menschen treffen und um sich haben kann. Außerdem: Platz für Experimente, für Unordnung, für Scheitern.

Alle Wünsche erfüllt: Wie sähe dein ideales Atelier aus?
Eine Bücherwand mit persönlicher Bibliothek, dazu ein Sessel. Viel Platz für dreckige Arbeit und Lagerung, einen Schreibtisch für Laptoparbeit und angeschlossener Außenraum für die sonnigen Stunden draußen. Und viele tolle Menschen in der Umgebung für gemeinsamen Kaffee.

Welche Aspekte deiner Arbeit sind über Jahre hinweg konstant geblieben?
Konstant geblieben ist für mich die intensive Recherche als Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Mich interessiert, durch Rechercheprozesse Strukturen sichtbar zu machen und Beobachtungen, Abläufe und Zusammenhänge in Form von Notationen festzuhalten und weiterzuentwickeln.

Welche Gespräche oder Diskurse möchtest du mit deiner Arbeit anregen?
Ein Diskurs darüber, wie gesellschaftliche Ordnungen entstehen und wodurch sie ihre Legitimation erhalten. Mich interessiert dabei das Recht als eine Grundlage unseres Zusammenlebens – als ein System, das Gesellschaft ermöglicht, aber gleichzeitig durch bestimmte Regeln, Rituale und Machtstrukturen geprägt ist.

Corpus Delicti. Foto: Vincent Grahn.

Zurück
Zurück

BBK ON TOUR in Hilpoltstein

Weiter
Weiter

Atelierpreis 2026